Ägypten 06.03.17 – Teil 5: Zweiter Ausflug nach El Quseir am Nachmittag – Menschen, Gassen, Moscheen und der ehemalige Hafen

Nachdem Mary und ich vier Tage zuvor El Quseir in Begleitung des Hotelangestellten Ahmed besucht hatten, wollten wir nun auf eigene Faust Eindrücke sammeln, zumal uns von allen Seiten versichert worden war, dass es nicht gefährlich sei. Diese Aussage können wir voll bestätigen, wenngleich wir mehrfach beobachten konnten, wie Fahrzeuge bei Einfahrt in eine Hotelanlage mit einem Spiegel von unten überprüft wurden.
An der Hauptstraße, direkt vor dem „Radisson Blu“ hielten wir ein Taxi an, das uns in den Ort bringen sollte. Der Fahrer wollte vier Euro haben, und wir stiegen ein. Als Ziel nannte ich den Bazar.
Gegenüber der Festung hielt unser Fahrer vor einem Geschäft an und sagte, wir sollten kurz auf ihn warten. Mir schwante nichts Gutes, als er hinein ging. Und tatsächlich tauchte er wenig später in Begleitung eines Mannes aus dem Laden wieder auf und sagte, wir seien am Bazar angekommen und könnten hier einkaufen. Erst als wir massiv deutlich machten, dass wir selbst entscheiden wollten, welche Geschäfte wir aufzusuchen gedächten, ließ er ab. Wir bezahlten, stiegen aus und gingen unseres Weges.

Für den Rückweg hielten wir ein Sammeltaxi an. Ich nannte dem Fahrer den Namen unseres Hotels, was er jedoch nicht zu kennen schien. Er winkte ab und fuhr weiter. Nach nur wenigen Metern hielt er jedoch wieder an, nachdem ihm sein Beifahrer wohl gesagt hatte, dass ihm das Hotel bekannt sei. Auf meine Frage „Wieviel“ schlug er 4 Euro vor. Ich bot im Gegenzug 20 Ägyptische Pfund (etwa 1,25 €), was er akzeptierte. Wir stiegen ein, er fuhr los.

Ich saß in der offenen Seitenschiebetür. Einen Gurt gab es natürlich nicht! Keine 5 Minuten später wurde angehalten. Eine Frau tippte mir von hinten auf die Schulter und bedeutete mir, ich müsse aussteigen, weil von der hinteren Bank jemand raus wolle. Mit mir stiegen noch zwei Frauen aus, um die Aktion zu ermöglichen. Nach nur kurzer Zeit das Gleiche noch einmal, diesmal unter dem fröhlichen Lachen der übrigen Fahrgäste. Mittlerweile war der Herr auf dem Beifahrersitz ausgestiegen, sodass ich seinen Platz einnehmen konnte und nicht mehr unangeschnallt in der offenen Tür sitzen musste.
Die Fahrt war kurzweilig und unser Hotel schnell erreicht. Bis zum Abendessen blieb uns noch eine gute Stunde.

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