Schloss Sonnenstein, eine ehemalige NS-Tötungsanstalt
Hinter der ehemaligen Festung, deren Name leicht zu verwechseln ist mit „Sonnenschein“ und somit Licht und Helligkeit verspricht, verbirgt sich eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte.
Nachdem Mary und ich bei bestem „Besichtigungswetter“ die angegebenen 100 Stufen hinaufgeklettert waren, betraten wir, oben angekommen, das Plateau, auf dem sich die Gebäude befanden, in denen zwischen 1940 und 1941 mindestens 14.751 vorwiegend psychisch Kranke und geistig behinderte Menschen, aber auch Häftlinge aus Konzentrationslagern, ermordet wurden. Wie so häufig an solchen Orten war das Grauen auch hier unauslöschlich vorhanden, denn was Steine einmal umschließen, bleibt auf ewig erhalten.
Nach dieser bedrückenden Begegnung mit der deutschen Vergangenheit, gingen Mary und ich die Treppe hinunter und erreichten schon bald die Stadtkirche St. Marien. Das Gotteshaus war geöffnet, und schnell stellten wir fest, dass dessen Besuch sehr lohnenswert war.
Stadtkirche St. Marien
Von der Kirche aus gingen wir die Lange Straße entlang, wo ich einige schöne Fotomotive entdeckte.
Hohnstein
Fotos von der Bastei am Abend ohne die übliche Touristenströme waren für den Abschluss des Tages geplant. Vorher wollten wir jedoch die Burg Hohnstein besichtigen, die auch als sehenswert eingestuft wurde. Von Pirna aus zeigte unser Navi eine knappe halbe Stunde an. Ohne uns umfassender informiert zu haben, fuhren wir los und freuten uns auf eine interessante Burganlage.
Schon nach wenigen Schritten wurde Mary und mir auch hier klar, dass die Burg, ähnlich wie Schloss Sonnenstein, auf eine dunkle Vergangenheit zurückblickte, die mit der Zeit des Nationalsozialismus verbunden war. In der Burg war nämlich ein sogenanntes „frühes Konzentrationslager” (KZ Hohnstein) untergebracht gewesen.
Die Bastei am Abend
Wenn man von Norden aus auf sie zufuhr, gab es im Wald einen Parkplatz, von dem aus man nur etwa 800 Meter laufen musste. Der Vorteil: Wir ersparten uns jegliche Steigung. Nachteil: Der zu lösende Parkschein gewährte uns zwar satte 4 Stunden, kostete jedoch stolze 7 Euro. Darunter gab es nichts. Doch soviel vorab: Wir sollten unsere Entscheidung nicht bereuen!
Unser Ziel für Fotos abseits des Massenandrangs war der Ferdinandstein, ein Aussichtspunkt, von dem man die Basteibrücke voll im Blick haben sollte. Und tatsächlich fanden wir die Stelle sofort. Der Ausblick war überwältigend!
Die folgenden Fotos sollen für sich sprechen
Nachdem wir viele Fotos gemacht und die einzigartigen Eindrücke ausgiebig auf uns wirken lassen hatten, verließen Mary und ich diesen markanten Aussichtspunkt der Sächsischen Schweiz, als die Sonne sich allmählich dem Horizont zuneigte.
Später las ich, dass pro Jahr etwa 1,5 Millionen Besucher hierherkommen und dass es in deutschen Nationalparks keinen anderen Punkt mit einer so hohen Besucherdichte gibt.















































