Als Ausgangspunkt für unsere Wanderung auf dem Elbleitenweg war in unserem Hikeline Wanderführer „Elbsandsteingebirge“ – Die schönsten Wanderungen in der Sächsischen Schweiz, S. 93-95 (Auflage: 4. Auflage, Sommer 2019, ISBN: 978-3-85000-812-9) der S-Bahn-Haltepunkt „Krippen“ angegeben. Für die Fahrt dorthin benötigten wir 25 Minuten.
Ab da begann auch unsere Wanderung, für die Mary und ich den ganzen Tag eingeplant hatten. Zu Recht, wie sich schon bald herausstellen sollte. Mit der Fähre setzten wir über nach Postelwitz, einem Ortsteil der Stadt Bad Schandau. Entlang der B 172 gingen wir Richtung Osten bis zum Abzweig Ostrau, wo wir links abbogen. Auf einem Betonweg mussten wir steil bergauf bis zu einer Straße, dann wenige Meter rechts, bis wir linker Hand die ersten Stufen erblickten, die uns hoch zum Obrigensteig führen sollten. Hier ging es in den Wald, wo wir das bei weitem anstrengendste Stück der gesamten Wanderung vor uns hatten: Es waren schier unendlich viele Stufen zu erklimmen – mal in größeren Abständen in den Waldboden eingelassene Stücke Holz, dann wieder richtige Stufen aus Stein. Wir benötigten etwa eine Stunde für den Anstieg. Danach wand sich der Weg hoch über der Elbe: Mal ging es ein wenig bergauf, dann wieder bergab oder einfach nur geradeaus, aber immer am Rand der mächtigen Elbsandsteinfelsen entlang.
Als wir schließlich nach gut 4,5 Stunden gegen 16:45 Uhr in Schmilka ankamen (das letzte Stück des Weges ging es nur noch bergab), hatten wir zwar eine Stunde länger gebraucht als angegeben, aber waren dennoch überaus zufrieden mit unserer Leistung. Denn die Zeitangaben, so glaubten wir mittlerweile, waren eher auf jüngere Menschen zugeschnitten, als auf SeniorInnen!
Auf Anraten eines Ehepaares, das wir unterwegs getroffen hatten und das in Schmilka wohnte, tranken wir in der Schmilk’schen Mühle ein Bernstein vom Fass. Dann mussten wir uns aber auch schon sputen, denn die S-Bahn ging ab Bahnhof Schmilka-Hirschmühle um 17:35 Uhr. Der Fährmann meinte beim Einsteigen, das würden wir nicht mehr schaffen, kniff uns aber dabei ein Auge zu. Übrigens liegt der Fähranleger von Schmilka nur 450 Meter von der Grenze Tschechiens entfernt.
Wir erreichten Pirna um 18:05 Uhr und freuten uns auf das Abendessen bei „Witwe Bolte“, wo wir schon vor neun Tagen eingekehrt waren.











