Die Fahrt nach Leipzig verlief nicht wie geplant! Die Autobahnauffahrt, welche vom Navi angegeben worden war, überrumpelte Mary und mich mit einer Vollsperrung. Ich fuhr ein Stück über Land, bis wir schließlich auf einem Parkplatz Menschen trafen, die wir nach dem (alternativen) Weg fragten. Wir sollten Richtung Dresden fahren und von dort weiter nach Leipzig. Schließlich fanden wir eine Autobahnauffahrt, die uns jedoch in die falsche Richtung führte, was wir jedoch in unserem Stress erst viel zu spät bemerkten.
In Leipzig angekommen, mussten wir zunächst einige Runden drehen, ehe wir unser Hotel (Premier Inn) und die dazu gehörige Tiefgarage gegen 14:30 Uhr erreichten. Zum Glück fanden wir einen Parkplatz am Ende einer Reihe, wo wir unseren Radträger drauflassen konnten, ohne irgendjemanden zu behindern.
Nach einem kurzen Check-in verließen wir das Hotel in Richtung Bahnhof, der als sehr sehenswert bekannt ist.
Leipzig Hauptbahnhof
Anfang des 20. Jahrhunderts war der Hauptbahnhof Leipzig mit 26 Gleisen in der Bahnhofshalle und weiteren fünf Außenbahnsteigen einer der größten Bahnhöfe der Welt. Aber auch heute, nach Verkleinerungsarbeiten 1996/97, sind wir beeindruckt von den gewaltigen Ausmaßen.
Zu Abend wollten Mary und ich gerne im Auerbachs Keller speisen. Auf meinen Anruf sagte man mir, reservieren sei nicht mehr möglich. Wir sollten einfach gegen 18 Uhr so vorbeikommen, vielleicht hätten wir ja Glück.
Mary hatte mit der Wahl des Premier Inn absolut zentral gebucht, sodass wir nicht weit bis zur Innenstadt laufen mussten. Unterwegs gab es natürlich noch einiges zu sehen und zu fotografieren.
Mit Blick auf das Opernhaus betreten wir den Augustusplatz, der mit 40 000 m² einer der größten Stadtplätze in Deutschland ist. Wir lassen das edle Gebäude hinter uns, überqueren die Straßenbahnschienen und stehen schon bald vor der größten und prächtigsten Brunnenanlage des Leipziger Stadtgebietes, dem Mendebrunnen (mehr unter Brunnen in Leipzig).
Mendebrunnen
Erker und Türme
Im Auerbachs Keller
Allmählich wurde es Zeit, die Mädlerpassage zu suchen, denn dort wollten wir in historischem Ambiente speisen. Bei angenehmen, frühlingshaften Temperaturen waren an diesem Samstag viele Menschen in Leipzigs Innenstadt unterwegs, sodass wir kaum damit rechneten, unseren Wunsch verwirklicht zu bekommen. Umso erfreuter waren wir, als wir sofort zu einem Platz in den hinteren Teil des großen Kellers geführt wurden. Vermutlich kamen die meisten Menschen später als wir. Dennoch waren jetzt sämtliche Tische besetzt – Glück gehabt!
Wir fühlten uns sehr wohl und waren auch mit der Wahl unserer Speisen vollauf zufrieden.
Trubelige Altstadt!
Im Anschluss an unser erstes Highlight in Leipzig spazierten Mary und ich noch ein Stück durch die gut besuchte Stadt.
Als wir am Marktplatz ankamen, stand die Sonne schon tief, und es wurde frischer. Wir bogen in das Barfußgäßchen ein, wo man noch geschützt draußen vor einigen Lokalen sitzen konnte. Doch zuvor entdeckte ich noch ein herrliches KI-generiertes Video mit der Mona Lisa, die Werbung für ein lokales Getränk machte, welches mit dem bekannten Fußball Verein RB Leipzig in Verbindung gebracht werden kann.
Nach einer Weile gingen wir zurück ins Hotel und freuten uns auf den morgigen Tag, der um 11 Uhr mit einer Stadtführung beginnen sollte.
































