Tansania Teil 3 – Freitag, 14.09.18

Ausflug zum Marangu-Gate – von der Kaffeebohne zur Tasse Kaffee – Zufluchtsstätte der Chagga

Heute machten wir unseren ersten Ausflug mit sechs Jugendlichen zum 36 km entfernten Dorf Marangu, für viele Bergbesteigungen einer von insgesamt fünf Ausgangspunkten. Die Marangu Route gilt als relativ einfach. Das Tor, wo sich die Gruppen treffen, liegt in 1.879 Höhe. Wir verzichteten auf eine Kletterpartie und bekamen stattdessen eine kleine Führung mit Erläuterungen zu den Abläufen der Touren. Überdacht gab es eine Reihe von Tafeln zu Flora und Fauna am höchsten Bergmassiv von Afrika zu sehen. Aber auch von Marathonbesteigungen war die Rede. Jemand hatte es tatsächlich in 6 h 25 min geschafft.
Der Aufwand ist enorm: Pro Tourist stehen 3 Träger, 1 Guide und ein Koch zur Verfügung. Die Kosten liegen je nach Gruppengröße und Anzahl der Tage, die man sich zur besseren Akklimatisierung gönnt, bei etwa 2.000 – 2.500 $. Trinkgeld ist extra. Viele schaffen den Gipfel nicht, weil sie für den Aufstieg zu wenig Zeit einplanen und der Körper somit der Strapaze nicht gewachsen ist. Wir haben allerdings auch ein deutsches Ehepaar getroffen, das aus Nepal kam und dort einige Tage in 3.500 m Höhe verbracht hatte, um sich einzugewöhnen.

Allen hatte noch ein paar weitere Überraschungen für uns. Nach der Führung am Gate gingen wir ein Stück weit die Straße hinunter, die wir gekommen waren. Etwas abseits gelangten wir zu einer kleinen Plantage der Chagga, wo uns der Besitzer zunächst Kaffeefrüchte am Strauch zeigte. Er wies darauf hin, dass am Kilimandscharo der hochwertige Arabica-Kaffee angebaut wird.
Dann gab es eine interessante Demonstration, wie aus der Kaffeefrucht Kaffee gewonnen wird. Wir wurden sogar mit einbezogen. Zum Schluss wurde für uns alle eine frische Tasse Kaffee aus den soeben gebrannten Bohnen zubereitet.

Nach Kaffee und Plätzchen gingen wir noch zu einer versteckten Höhle, in der vor Zeiten die Chagga Unterschlupf gegen Angriffe der Massai gefunden hatten. Vom Guide bekamen wir Kopflampen, was auch nötig war, denn ohne diese hätten wir uns sicher etliche Beulen an den niedrigen Decken und vorstehenden Steinen zugezogen.
Für uns besonders: Zahlreiche Fledermäuse, die wir durch unsere Anwesenheit störten, flatterten unmittelbar um unsere Köpfe, berührten uns manchmal sogar wegen der Enge.

Anschließend aßen wir zusammen zu Mittag in einem Restaurant ganz in der Nähe, bevor wir nach diesem interessanten Tag zurück nach Mdawi fuhren. Übrigens bezahlte Allen alles in allem mit Getränken für 8 Personen umgerechnet etwa 30 €.

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