Namibia Teil 12 – Samstag, 06.05.17

Felsbilder am Vormittag

Nach dem Frühstück fuhren wir etwa 5 km zu der Stelle, wo die Felsbilder zu sehen waren. Dabei handelt es sich zum größten Teil um Einritzungen, die aufgrund ihres Alters und des guten Zustandes an sich schon spektakulär genug sind. Malereien hingegen gibt es nur wenige, sodass der Hinweis auf „Felszeichnungen“ oder „-bilder“ ein wenig irreführend ist.
Der Ablauf an diesen kulturellen Stätten ist immer gleich, sodass man sich schnell an das Prozedere gewöhnt. Man parkt gegen eine geringe Gebühr überdacht im Schatten, begibt sich zum Eingang, zahlt den Eintritt und wartet auf einen Führer. Eine kleine Gruppe reicht schon, damit es los geht. In unserem Fall war der Guide eine Frau, die sich mit „Mona Lisa“ vorstellte und ihre Sache gut machte.

Relaxen in der Lodge und zwei schöne Fotomotive

Bei den Wüstenelefanten

Als wir uns mit 10 weiteren Personen gegen 15 Uhr mit unserem Guide trafen, der versuchen wollte, die seltenen Wüstenelefanten für uns aufzuspüren, hing eine eigenartige Spannung in der Luft. Uns allen war klar, dass einiges Glück dazu gehörte, tatsächlich welche zu sehen. Leute, die wir am Vormittag getroffen hatten, berichteten von einem einzigen Elefantenbullen, den sie tags zuvor beobachtet hatten. Wir kletterten also in den Unimog, und fuhren ins Gelände.

Schon nach kurzer Zeit stoppte der Guide das Fahrzeug und stieg aus. Als er sich wieder hinters Steuer setzte, meinte er: „Ich glaube, heute haben wir Glück!“ Plötzlich deutete er nach vorn: „Elephant“! So sehr wir uns aber auch bemühten, unsere Suche blieb erfolglos.

Dann endlich sahen wir die erste Tiere zwischen hohen Büschen. Das Auto wurde angehalten und der Motor ausgeschaltet. Was nun folgte, gehörte zu dem Beeindruckendsten während unserer gesamten Reise: Majestätisch und nahezu lautlos zogen nach und nach elf unterschiedlich große Elefanten an uns vorbei. Niemand wagte zunächst zu sprechen – und wenn überhaupt, so wurde geflüstert. Niemals vorher habe ich solche Ehrfurcht vor der Natur erlebt!

Nach etwa 1,5 Stunden senkte sich die Sonne langsam gen Horizont, und wir verließen die Herde. Unser Guide steuerte den Unimog auf eine nahegelegene Anhöhe zu. Es ging ziemlich steil hangaufwärts. Oben angekommen hatten wir noch einmal einen letzten Blick auf die Elefanten, die sich langsam auf die Berge zu bewegten.

Genau entgegengesetzt bot sich uns ein spektakulärer Sonnenuntergang. Mittlerweile hatte der Guide aus dem Bauch seines Fahrzeuges eine Kühlbox gezaubert. So standen 12 glückliche Menschen mit leckerem Fingerfood und einem kalten Getränk in Händen und genossen die Ruhe und die unvergleichliche Stimmung. Wir werden diesen Augenblick niemals vergessen!

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