Wie schon bei unserem ersten Aufenthalt im damaligen Radisson Blu Hotel im Jahre 2017 besuchten wir auch dieses Mal El Quseir. Ein bestelltes Taxi fuhr uns vom Hotel in die Ortsmitte, wo wir mit dem Fahrer vereinbarten, dass er uns 2,5 h später von dort auch wieder abholen sollte. Man kann sich aber auch hinbringen lassen und mit einem Sammeltaxi zurückfahren. So ist man nicht zeitlich gebunden (Mehr dazu unter Ägypten 06.03.17).
Sinnvoll ist, im Hotel einheimische Währung zu tauschen oder am Automaten zu ziehen. Dann braucht man für das Sammeltaxi keine überhöhten Preise zahlen. Über den Rest freut sich später der Kellner.
Wenn man am Leben in einer ägyptischen Kleinstadt interessiert ist, sollte man die Gelegenheit zu einem solchen Ausflug unbedingt nutzen. Verlaufen kann man sich eigentlich nicht, und Einheimische, die sich als Fremdenführer anbieten, lassen sich höflich, aber bestimmt abweisen.
Mein fotografischer Schwerpunkt lag wie immer auf engen Gassen und Menschen in ihrer Umgebung. Aber auch der Besuch einer kleinen Moschee sowie Eindrücke vom alten Hafen, der im 16. Jh. große Bedeutung für diese Region hatte, werden an dieser Stelle dokumentiert.
Enge Gassen
Eish baladi – ägyptisches Fladenbrot
Geschmückt für Ramadan
Vom 19. Februar bis zum 19. März fand in diesem Jahr der Fastenmonat der Muslime statt – Beginn also einen Tag nach unserer Abreise aus Ägypten. Die Vorbereitungen hierfür waren schon allerorts zu sehen
Besuch einer kleinen Moschee
Leider ist sie bei Google Maps auch nur als solche benannt. Sie liegt auf der linken Seite der Hafenpromenade nur etwa 50 m von der Kaimauer entfernt. Eigentlich wollten wir die Moschee gar nicht besichtigen und waren nur kurz stehengeblieben, um sie von außen zu fotografieren. Plötzlich kam aus dem Nichts ein älterer Herr, der uns fragte, ob wir sie von Innen sehen wollten. Ich war so überrascht, dass ich vergaß, ein Foto zu machen. Mary und ich folgten dem Mann, der für uns die Eingangstür aus blauem Glas aufschloss und möglicherweise ein Imam war.
Nachdem wir unsere Schuhe ausgezogen hatten, wurden für uns sämtliche Lichter eingeschaltet, um den Gebetsraum von seiner besten Seite zu präsentieren. Ich durfte fotografieren, und es gab ein paar gestenreiche Erklärungen.
Zum guten Schluss – ich hatte noch einige ägyptische Pfundnoten – gab ich unserem netten Guide ein großzügiges Trinkgeld. Er zeigte sich sehr gerührt und küsste zu meinem Erstaunen den Schein. Später erfuhr ich, dass dies in Ägypten eine traditionelle Geste des Respekts und der Dankbarkeit ist. Sie drückt aus, dass man eine Gabe sehr schätzt.
Nachdem ich von dem Herrn noch ein Foto machen durfte, verabschiedeten wir uns und verweilten noch ein wenig am Hafen.
Ehemals wichtiger Hafen einer kleinen Stadt – auch „Perle“ am Roten Meer genannt – mit großer Geschichte
Menschen
Schlafende Hunde
Hunde in Ägypten scheinen es relativ gut zu haben. Alle, die wir unterwegs sahen, wirkten ordentlich genährt und meistens einigermaßen gepflegt. Und, wie man uns sagte, wird selten mit Steinen nach ihnen geworfen.
Mit diesen letzten Eindrücken soll unser Spaziergang durch El Quseir enden. Unser Taxi vom Hotel kam zuverlässig zur vereinbarten Stelle, sodass wir pünktlich zum Mittagessen zurück waren.
Am Nachmittag war Schwimmen angesagt, und kurz vor Sonnenuntergang machten wir unseren Strandspaziergang Richtung „Möwenpick Resort“.
Strandimpressionen kurz vor Sonnenuntergang
Obwohl wir nur einen Kilometer hin und wiederum einen zurückliefen, waren unsere Abendspaziergänge niemals langweilig, denn es gab immer irgendetwas zu sehen. Darüber hinaus sind Sonnenuntergänge über der Wüste allemal sehenswert!
Damit ging ein ereignisreicher Tag dem Ende entgegen.



































