Donnerstag, 12.02.2026 – Abreise, Fahrt durch eine spektakuläre Gebirgswüste nach Safaga, von dort zum Swissôtel Resort El Quseir

Unsere Abreise war eine logistische Herausforderung. Aber auch diese wurde vom ägyptischen Personal hervorragend gemeistert!
Wir sollten um 8:30 Uhr abgeholt werden und stellten unsere Koffer rechtzeitig vor die Zimmertür. Unser Bus hatte die Nummer 2, also sollte nichts schiefgehen, zumal unsere Guides noch am Vorabend darauf hingewiesen hatten, dass wir unbedingt darauf achten sollten, dass unser Gepäck im richtigen Bus landete. Da außer uns noch eine Menge anderer Reisender ihre Kreuzfahrtschiffe verließen, gab es einiges Gedränge auf dem Parkplatz.
Plötzlich behauptete eine ältere Mitreisende, ihr Koffer sei in den falschen Bus verfrachtet worden. Sie hielt den vermeintlichen Fahrer an, der im Begriff war, loszufahren. Zum Glück stellte sich jedoch heraus, dass ihr Koffer noch etwas abseits zwischen einigen anderen Gepäckstücken stand.

Beim Einsteigen stellte sich unsere Reiseleitung für den Transfer vor und teilte uns mit, dass wir bis Safaga führen, dort in einen anderen Bus umsteigen würden, der uns in unser Hotel nach El Quseir bringen sollte. Die anderen Reisenden würden von Safaga aus in nördlicher Richtung nach Hurghada gebracht werden.

Wohnen am Bewässerungskanal
Wir fuhren ein Stück an einem der Bewässerungskanäle entlang, wie bereits 6 Tage zuvor, als wir zum Karnak-Tempel gebracht worden waren. Es sind dies Seitenkanäle des Nils, mit denen die Felder an beiden Ufern des großen Flusses bewässert werden. Ein Stück weiter beginnt jeweils die Wüste.
Die folgenden Fotos zeigen eine unterschiedliche Bebauung, die sich nach dem entsprechenden Wohlstand richtet. Müll wird in der Regel am Ufer abgekippt, da es eine Müllabfuhr, wie wir sie kennen, nicht gibt.

Fahrt entlang fruchtbarer Felder – nur 20 Minuten später: endlose Sandwüste, die schon bald in eine Felsenwüste übergeht

Nach etwa einer Stunde Fahrt verwandelte sich die flache Sandwüste in hügeliges Gelände

Pause von 11:15 bis 11:35 Uhr
Auf halber Strecke – bis Safaga waren es noch etwa 80 Kilometer, dann nochmal 83 km bis zu unserem Hotel – gab es irgendwo im Niemandsland eine Pause.
Fünf junge Dromedare auf und neben der Straße sorgten für fotografische Abwechslung.

Durch die Arabische Wüste
Eigentlich müssten an dieser Stelle 31 Fotos kommen, so berauschend schön war die Landschaft, durch die wir bis nach Safaga fuhren und die ich vorne im Gang unseres Reisebusses auf dem Boden sitzend fotografierte. Eine Auswahl besonders prägnanter Bilder soll hier das Auge erfreuen.

Die „Qena-Safaga Road“, eine nach unseren deutschen Verhältnissen bestens ausgebaute Autobahn, verlief in jeder Richtung zweispurig, wobei wir selten Autos sahen, die uns entgegenkamen, weil beide Fahrbahnen oftmals weit (bis zu 5 km!) auseinanderlagen.
Übrigens sind Nummern von Autobahnen und Schnellstraßen in Ägypten wenig gebräuchlich und tragen ihre Namen nach den großen Städten, die sie verbinden. So hieß die uns entgegenkommende Fahrbahn „Al Hurghada-Qena Road“.

Auf zum Swissôtel Resort El Quseir (ehem. Radisson Blu)
Wir kamen in Safaga gegen 12:30 Uhr an und stiegen mit vier weiteren Mitreisenden in einen Kleinbus um. Nach knapp eineinviertel Stunden Fahrt erreichten wir unser Hotel.
Check In, Zimmerzuweisung, Mittagessen, schwimmen im Pool – das wars für den Tag.
Ach ja: Um kurz nach 17 Uhr ging hier die Sonne unter, sodass wir bei künstlichem Licht, aber bei angenehmen Temperaturen auf der Hotelterrasse zu Abend speisten.

Abendstimmung am Hotel

Ein paar Anmerkungen zum Hotel
Auf unsere Frage beim Einchecken, ob sich unter der neuen Leitung etwas geändert habe, antwortete man uns, es habe sich alles verbessert. Eventuell war das Angebot an Speisen etwas größer geworden. Die Qualität war jedoch gleich gut geblieben. Allerdings gab es einen neuen (deutschen) Küchenchef, den wir im Laufe unseres Aufenthaltes noch näher kennenlernen sollten.
Die „All-inklusiv“-Armbänder hatte man neuerdings abgeschafft. Ob die Kellner Gäste erkennen würden, die nur Halbpension gebucht hätten, wollte ich wissen. Das sei kein Problem, so sagte man mir.
Dies ist übrigens das einzige Hotel, in dem wir „All-inklusiv“ buchen, weil es keinerlei Restaurants in der Nähe gibt. Ansonsten sorgt diese Form des Urlaubs für die Zerstörung der Infrastruktur in entsprechenden Regionen und sollte unbedingt vermieden werden! Als negative Begleiterscheinung bewegt man sich insbesondere abends durch „tote Städte“, wo vormals das Leben pulsierte. Besonders drastisch haben wir das vor einigen Jahren in Alanya erlebt, wo die Gäste im Hotel sämtliche Annehmlichkeiten hatten und sich nur noch für den Gang zum Strand von dort entfernten. Die Folge war: Wenn man abends in die Stadt ging, schlug einem die nackte Tristesse entgegen, denn die meisten Geschäfte oder Restaurants hatten geschlossen!

Abschließend bleibt zu bemerken, dass wir uns auch bei unserem dritten Aufenthalt wieder sehr wohl im Swissôtel Resort fühlten und gerne in näherer Zukunft wiederkommen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert