Tansania Teil 8 – Mittwoch, 19.09.18

Beginn unserer viertägigen Safari – Tag 1: Tarangire-NationalparkNgorongoro Camp and Lodge

Nach dem Frühstück begrüßten wir verabredungsgemäß Lukas, unseren Guide für die kommenden 4 Tage, der am Tor schon auf uns wartete. Die Koffer wurden verstaut, und gegen 7:30 Uhr fuhren wir mit einem Geländefahrzeug Richtung Tarangire-Nationalpark.
Vor uns lag eine Strecke von knapp 200 km auf gut befahrbarer Landstraße. Allerdings konnte man wegen der oftmals durchgezogenen Linie (z. B. Lastwagen an Steigungen) nicht überholen und musste häufig etliche Kilometer mit Tempo 30 km/h hinter solchen Fahrzeugen herkriechen.


Unterwegs

Nach etwa 4 ½ stündiger Fahrzeit erreichten wir den Picknickplatz des Tarangire-Nationalparks gegen Mittag. Wegen diebischer Affen setzten wir uns auf Anraten von Lukas nicht unter die Bäume, sondern suchten uns einen Platz unter künstlichem Sonnenschutz.
Die von ihm mitgebrachten Lunchpakete waren sehr reichhaltig, und gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg, nachdem wir die Formalitäten (Parkeintritt: 118 $) in einem Zelt am Eingang abgewickelt hatten.


Tarangire-Nationalpark und erste Tiere

Tarangire wird auch Land der Riesen genannt wegen der großen Elefantenherden und der riesigen Afrikanischen Affenbrotbäume (Baobabs), welche bis zu 3000 Jahre alt werden können.


Gnus und Zebras

Unsere schönsten Baobabs

Tsetsefliegen

Den größten Respekt – weil für uns unbekannt – hatten wir vor den Tsetsefliegen, die es in den Parks nahezu überall geben sollte. Daher hatten wir unsere Oberkleidung sorgfältig mit Mückenmittel eingesprüht (s. Vorbereitungen zu Hause). Dazu gehörten auch die Socken. Schon nach kurzer Zeit im Tarangire-Nationalpark umschwirrten uns die ersten dieser kleinen Blutsauger. Unsere gut vorbereitete Kleidung wirkte sofort beim Anflug derart abschreckend, dass keine der Fliegen auch nur zur Landung ansetzte. Aber Kopf, Hals und Hände waren noch ungeschützt, weil wir gedacht hatten, der Geruch unseres Insektensprays wäre stark genug, um die Plagegeister fernzuhalten. Hier mussten Mary und ich noch rasch nachbessern.
Zum Glück hatten wir nur kurze Zeit mit den Stechfliegen zu tun, und weder im Ngorongoro-Krater noch in der Serengeti machten wir nähere Bekanntschaft mit Ihnen. Allerdings hörten wir von anderen Reisenden, die durch ganze Schwärme von Tsetsefliegen hindurch gefahren waren.

Giraffen

Vier Gesichter einer Giraffe

Geparde

Und endlich unsere ersten Elefanten

Afrikanische Büffel, einige andere Tiere und noch einmal Elefanten

Selbst wenn der afrikanische Büffel oder auch Kaffernbüffel genannt, nicht so spektakulär wirkt wie Elefant, Nashorn, Löwe oder Leopard, so zählt er dennoch ebenso zu den sogenannten Big Five. Dieser Begriff wurde übrigens seinerzeit von den Großwildjägern geprägt, und die Auswahl bezieht sich nicht in erster Linie auf die Körpergröße der Tiere, sondern vorwiegend auf die Schwierigkeiten und Gefahren bei der Jagd auf sie.

Eine unerwartete Begegnung

Nach fast vier Stunden im Nationalpark hatten wir bereits so viele Tiere gesehen, dass uns eine Steigerung kaum vorstellbar erschien. Da hatten wir uns allerdings geirrt, denn es sollten noch einige Highlights auf uns zukommen.

Wir waren bereits am Ausgang, und Lukas wollte gerade durchstarten – immerhin hatten wir noch fast 100 km bis zur Ngorongoro Camp and Lodge vor uns – da begegneten uns einige Jungen in schwarze Umhänge gekleidet und mit weiß geschminkten Gesichtern. Zuvor hatten wir bereits etliche dieser auf uns etwas gespenstisch wirkenden Gestalten am Weg gesehen.

Lukas erklärte, dass es sich um Massai Jungen handele, die beschnitten worden seien. Gegen ein angemessenes Trinkgeld durfte ich sie fotografieren. Dann machten wir uns auf den Weg. Wir kamen an unserer Lodge um kurz vor 19 Uhr an – es war schon fast dunkel.
Das Personal begrüßte uns nett mit einer kleinen Erfrischung. Das uns zugewiesene Zimmer aber war in Relation zum Preis enttäuschend klein und wenig komfortabel. Unsere Koffer mussten wir auf dem Boden auslegen und bei der räumlichen Enge sehr aufpassen, dass wir nicht darüber stolperten. Das Dinner wurde in Büfettform angeboten und war gut und reichhaltig.

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