Vietnam Teil 4 – Donnerstag, 01.02.18

Sa Pả – Abfahrt 9 Uhr nach Bản Khoang zu den Red Dao – Besuch der Black Hmong in Tả Giàng Phình – Rückkehr nach Sa Pả gegen 15:30 Uhr – Abendessen am offenen Feuer im gemütlichen Red Dao House


Sa Pả Grau in Grau

Während der ersten fünf Tage unserer Vietnamreise bekamen wir die Sonne nicht zu sehen. Stattdessen war es diesig und oftmals nieselte es, was der Stimmung etwas Mystisches verlieh.
In Sa Pả (1600 ü. d. M.) hatten wir schließlich zwischen +2 °C und +4 °C.
Als wir in die Berge fuhren, lag an machen Stellen sogar ein wenig Schnee. Frau Linh hatte am Tag zuvor erklärt, dass es das erste Mal seit 14 Jahren sei. Kurzerhand deckten wir uns mit Mützen ein.


Fahrt nach Bản Khoang zu den Red Dao

Die Frauen der Red Dao (siehe auch: Völker Vietnams) rasieren sich die Haare im vorderen Kopfbereich und auch nicht selten die Augenbrauen komplett weg. Sie tragen eine aufwändige Kopfbedeckung aus rotem Tuch, die oftmals mit Münzen und roten Quasten verziert ist.

Wir gingen weiter durch das Dorf und gelangten zu einer Art Gemeindebüro, wo die Frauen anstanden, um eine finanzielle Zuwendung vom Staat für das Tet-Fest in Empfang zu nehmen.


In Tả Giàng Phình bei den Black Hmong

Als wir eine Stelle erreichten, wo ziemlich viel Wasser über die Straße floss, wartete dort bereits der Bus, um uns aufzunehmen. Wir wurden ein kurzes Stück gefahren, stiegen wenig später wieder aus und liefen bis nach Tả Giàng Phình. Schnell hatte sich bei den Kindern herumgesprochen, dass wir Kekse dabei hatten. Manche mussten erst ihre Scheu vor uns Fremden ablegen, ehe sie die süßen Leckereien annahmen.


Kinder
begegneten uns viele auf unseren Wegen durch die Dörfer. Auch sie fragte ich, ob es okay sei mit einem Foto. Die Ergebnisse zeigte ich ihnen. Ein kleines Mädchen wollte nicht aufs Bild. Ich sagte ihr, das sei in Ordnung – da lächelte sie schüchtern …

Unsere Spaziergänge wurden niemals langweilig, denn die Eindrücke wechselten ständig: Bauernhöfe, Reisterrassen, Menschen und deren Haustiere. Ab und zu mussten wir sogar die eine oder andere Brücke überqueren. Hinzu kamen die reichhaltigen Informationen unserer jeweiligen Guides. An diesem Tag begleitete uns ein junger, Englisch sprechender Mann, Herr Hung, der zur Gruppe der Tay gehörte. Die Tay leben überwiegend in Nordvietnam und betreiben Landwirtschaft, hauptsächlich Reisanbau. Herr Hung erklärte uns, dass der Staat Angehörigen der ethnischen Minderheiten z. B. bei Prüfungen zusätzliche Punkte gibt, um mögliche Benachteiligungen auszugleichen.

Für den Abend hatte uns Herr Huy unweit des Hotels im „Red Dao House“ einen Tisch reserviert. Wir speisten gut und freuten uns über die wohlige Wärme eines offenen Feuers.

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